Der einfachste Weg zum perfekten Futter: Ernährung von Katzen

Grundlegendes zur Ernährung von Katzen

Die Katze gehört in die zoologische Ordnung der Fleischfresser (Carnivora). Im Unterschied zum Hund ist sie ein echter Carnivor, d.h. sie frisst ausschliesslich „Fleisch“. In der freien Wildbahn ernährt sie sich vorwiegend von kleinen Beutetieren. Diese liefern nicht nur Muskelfleisch, sondern auch Innereien, Knochen und damit Mineralstoffe (Kalzium und Phosphor). Im Unterschied zum eilig fressenden Rudeltier Hund, verzehrt die Katze als Einzelgängerin ihre Beute in aller Ruhe. Dabei frisst sie die Beute mit Haut und Haar, das einzige, was übrig bleibt, sind die Eingeweide insbesondere der Magen, welche sie, auch dies im Unterschied zum Hund, nicht frisst.


Eine erwachsene 4 kg schwere unkastrierte Katze braucht etwa 240 kcal Energie pro Tag. Eine Maus liefert rund 30 kcal. Das bedeutet, dass eine Katze, die sich nur von Mäusen ernährt, täglich etwa 8 Mäuse fangen muss!


Besonderheiten bei der Ernährung von Katzen

Die Katze weist einige Stoffwechselbesonderheiten auf, die sich daraus ergeben, dass sie sich ausschliesslich von Fleisch ernährt. So passt sich ihr Stoffwechsel beispielsweise nicht an einen Eiweissmangel an. Sie ist nicht fähig Vitamin A aus β-Carotin zu synthetisieren und sie kann die Aminosäure Taurin nicht selbst herstellen. Ihre Beutetiere enthalten genügend Eiweiss, Taurin und Vitamin A. Pflanzliche Nahrung hingegen enthält zu wenig Protein, kein Taurin und auch kein Vitamin A.

Die Katzenniere hat eine enorme Konzentrierungsfähigkeit, das heisst, es wird sehr viel Wasser zurückresorbiert. Daraus resultiert, dass Katzen, die sich ausschliesslich von kleinen Beutetieren ernähren, kaum zusätzliches Wasser aufnehmen müssen.


Eiweissbedarf

Eiweisse (Proteine) sind Grundnährstoffe, die aus 23 unterschiedlichen Aminosäuren aufgebaut sind. Es gibt tierische und pflanzliche Proteine, die sich in der Art, Menge und Zusammensetzung der enthaltenen Aminosäuren unterscheiden. Katzen können 12 Aminosäuren selbst herstellen, 11 Aminosäuren müssen sie mit der Nahrung aufnehmen (sogenannte essentielle Aminosäuren). Die biologische Wertigkeit eines Proteins ist abhängig von der Aminosäurenzusammensetzung. Sie ist umso höher, je mehr essentielle Aminosäuren enthalten sind.
Taurin und Arginin sind Beispiele solcher essentieller Aminosäure für Katzen. Sie werden benötigt, um eine normale Funktion des Herzens resp. ein Abbau giftiger Stoffwechselprodukte zu gewährleisten.
Wegen des intensiven Proteinkatabolismus benötigen Katzen generell hohe Mengen an Protein.
In der Literatur sind Angaben zwischen 1.3 - 5.0 g Rohprotein/kg Körpergewicht pro Tag zu finden. Zudem wird ein Futter mit hohem Proteingehalt von den Katzen lieber gefressen, als eines mit einem niedrigen Gehalt.


Kohlenhydratbedarf

Kohlenhydrate (beispielsweise Zucker oder Stärke) sind Energielieferanten. In der Natur kommen Kohlenhydrate in größeren Mengen in Getreide und Gemüsen vor Ausgewachsene Katzen brauchen kaum Kohlenhydrate als Energielieferanten, sofern die Proteinzufuhr genügend hoch ist. Trotzdem können sie Kohlenhydrate sehr gut verdauen. So beträgt die scheinbare Verdaulichkeit der Stärke z.B. aus grob zerkleinerten Mais- bzw. Weizenkörnern über 80 %, durch Kochen kann diese sogar auf über  90 % ansteigen.


Fettbedarf

Fette liefern Energie und essentielle Fettsäuren und sind wichtig für die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Sie unterstützen eine gesunde Haut, schönes Fell und helfen, die Gelenksgesundheit zu erhalten. Die Akzeptanz des Futters hängt entscheidend vom Fettgehalt und von der Art des Fettes ab. Die Katze kann hohe Fettmengen (bis 64 % in der Trockensubstanz) tolerieren und auch gut verwerten (Verdaulichkeit 85 bis 95 %). Kommerziell erhältliche Katzenfutter haben meistens einen Fettgehalt von 25 – 30 % in der Trockensubstanz und werden lieber gefressen als Futter mit tieferem Fettgehalt.


Ballaststoffe

Ballaststoffe, auch Rohfaser genannt, sind unverdaulich, aber keinesfalls wertlos. Geringe Mengen im Futter sind erforderlich, sie regen die Darmbewegung (Peristaltik) an und sorgen für eine gute Verdauung.


Energiebedarf

Gesunde erwachsene Katzen wiegen zwischen 2 – 6 kg. Übergewicht entsteht, wenn eine Katze mehr Energie aufnimmt als sie verbraucht.
Die Bedarfsangaben in der Literatur sind sehr unterschiedlich und schwanken zwischen 128 und 660 kJ UE/kg Körpergewicht pro Tag. Der effektive  Energiebedarf hängt jedoch nicht nur vom Körpergewicht der Katze ab sondern auch von verschiedenen zusätzlichen Faktoren wie Alter, Aktivität (Haltung), Dichte des Haarkleides, Umgebungstemperatur usw. ab.
Ein weiterer Unterschied besteht zwischen intakten und kastrierten Katzen. Obwohl in der Fachliteratur unterschiedliche Meinungen vertreten werden, wird immer wieder beobachtet, dass Kastraten im Vergleich zu intakten Katzen eher zu Übergewicht neigen. Nach neueren Untersuchungen liegt dies nicht an einer verminderten Aktivität der Tiere, sondern an einer höheren Futteraufnahme und einem gleichzeitig erniedrigten Erhaltungsbedarf. Es gibt daher verschiedene kommerziell erhältliche Katzenfutter, die auf die speziellen Energiebedürfnisse kastrierter Katzen abgestimmt sind.


Mineralstoffe

Die Zufuhr von Mineralstoffen im richtigen Verhältnis zueinander ist unerlässlich für viele Stoffwechselvorgänge. Ein zuviel oder zuwenig einzelner Mineralstoffe über längere Zeit kann zu erheblichen Gesundheitsstörungen führen. Die Gefahr ist dann besonders groß, wenn einseitig gefüttert wird, da einige Fleischteile oder Organe eine nicht optimale Zusammensetzung von  Mineralstoffen enthalten.
Kalzium ist vor allem für die Knochenbildung, aber auch bei der Blutgerinnung von Bedeutung und für den Transport von Nervenimpulsen unerlässlich.  Phosphor ist an fast allen Funktionen des Stoffwechsels beteiligt.
Für die Bedarfsdeckung mit Kalzium und Phosphor ist nicht nur die Menge, sondern auch das Verhältnis dieser Mineralstoffe zueinander von großer Bedeutung. Das ideale Kalzium:Phosphor-Verhältnis sollte 0.9:1 betragen. Vor allem bei Katzen, die vorwiegend mit selbst zusammengestellten Futterrationen ernährt werden, besteht die Gefahr eines Kalziummangels. Besonders eine ausschliessliche Fleisch- oder Innereinfütterung liefert zu wenig Kalzium bei grossem Phosphorüberschuss und es kann zu Störungen der Knochen- und Zahnbildung kommen.


Vitamine

Vitamine sind lebensnotwendig, da sie Stoffwechselvorgänge steuern und von der Katze nicht selbst gebildet werden können. Doch wie ein Zuwenig kann bei gewissen Vitaminen auch ein Zuviel schädlich wirken.

Vitamin A: Es hält Haut und Schleimhäute gesund, schützt vor Infektionen und ist wichtig für das Wachstum, die Fruchtbarkeit und das Sehvermögen. Im Gegensatz zum Menschen sind Katzen nicht fähig, aus dem pflanzlichen Karotin Vitamin A zu bilden. Sie sind ganz auf Vitamin-A-Zufuhr aus tierischen Quellen angewiesen.

Vitamin D: Es ist für den Knochenaufbau und die Gesunderhaltung des Skeletts unentbehrlich. Fehlt es in der Nahrung, kann es bei der wachsenden Katze zu Knochenverformungen und bei der ausgewachsenen zu einer Knochenschwäche kommen.

Vitamin E: Hat vielerlei schützende Funktionen im Körper und sorgt für Fruchtbarkeit und eine normale Trächtigkeit.

Vitamin K: Notwendig für eine normale Blutgerinnung. Es wird von Mikroorganismen im Darm der Katze ausreichend produziert muss aber allenfalls durch die Tierärztin oder den Tierarzt verabreicht werden, wenn die Katze Ratten- oder Mäusegift aufgenommen hat.

Vitamin B1 (Thiamin): Ein Mangel führt zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, Bewegungsstörungen, Erbrechen und Herzstörungen. Dieses Vitamin wird durch Hitze leicht zerstört, deshalb wird bei qualitativ hochwertigem Fertigfutter dieses Vitamin zugesetzt. Bei selbst hergestelltem Futter sollte dieses Vitamin, beispielsweise mit Nährhefe, zugesetzt werden. Rohe Fische und Schalentier sollten nicht verfüttert werden, da diese Tiere einen Stoff enthalten, der Thiamin zerstört. 

Niacin: Katzen sind nicht in der Lage, Niacin aus der Aminosäure Tryptophan zu synthetisieren. Der Gesamte Bedarf muss daher in der Nahrung enthalten sein. Dies ist bei der üblichen Fütterung fast immer der Fall. Eine Ergänzung der Nahrung mit Niacin ist nur bei erhöhtem Bedarf, beispielsweise bei Entzündungen der Mundschleimhaut, zu empfehlen.

Biotin: Ein Mangel an Biotin kann zu Hautentzündungen und Haarausfall führen. Ein Mangel kann nur auftreten, wenn rohes Eiklar verfüttert wird, weil darin eine Substanz vorhanden ist, die das Biotin bindet, so dass es von der Katze nicht mehr aufgenommen werden kann

Vitamin C: Vitamin C muss mit dem Futter nicht zugeführt werden, da die Katze dieses Vitamin selbst in ausreichender Menge bildet. Lediglich bei Infektionskrankheiten kann eine Zufuhr sinnvoll sein.


Wasser

Ohne Wasser gibt es kein Leben, deshalb ist Wasser die Grundlage aller Ernährung.
Eine Katze ohne Wasser bleibt nur wenige Tage am Leben, obwohl sie als Wüstentier nur wenig Flüssigkeit braucht. Hingegen kann eine Katze ohne Nahrung erstaunlich lange aushalten.
Daher sollte immer frisches Wasser für sie bereitstehen. Da Katzen es gerne frisch mögen, muss das Wasser immer wieder ersetzt werden. Der Wassernapf sollte nicht neben den Fressnapf gestellt werden, da Katzen nicht am gleichen Ort trinken und fressen.


Artgerechte Katzenernährung

Die Katze braucht eine hochwertige eiweissreiche Nahrung auf der Basis von Fleisch. In ihrer Ration sollte außerdem ausreichend Fett enthalten sein. Ebenso können durchaus Kohlenhydrate im Futter vorhanden sein. In idealer Weise wird diese Kombination heute als Fertignahrung angeboten.
Die Katze kann auch mit selbstzubereitetem Futter ernährt werden. Dabei müssen allerdings ihre ernährungsphysiologischen Besonderheiten beachtet werden.


Häufige Fehler bei der Fütterung von Katzen

1. Zu hohe Energiezufuhr
Zwar sind Katzen nicht ganz so anfällig dafür dick zu werden, wie Hunde. Veränderte Lebensbedingungen (Kastration, Wohnungshaltung etc.) führen aber dazu, dass immer häufiger auch Katzen mit Gewichtsproblemen zu kämpfen haben. Übergewicht hat negative Auswirkungen auf Herz- und Kreislauf, Gelenke, Bänder und verschiedene innere Organe, vor allem Leber und Nieren und kann Folgekrankheiten wie Diabetes nach sich ziehen und sollte daher vermieden werden. Eine Gewichtsreduktion muss langsam erfolgen. Da Katzen gerne über den Tag verteilt immer wieder fressen und beim Betteln sehr einfallsreich und penetrant sein können, empfiehlt es sich, nicht die Menge des Futters zu reduzieren, sondern Futter mit geringerer Energiedichte zu verfüttern. Es gibt verschiedene Angebote kommerzieller Futter zur Gewichtsreduktion. Daneben ist darauf zu achten, dass gerade reine Wohnungskatzen zur Bewegung animiert werden.

2. Fütterung mit Hundefertigfutter
Ein verbreiteter Fehler ist, die Katze mit Hundefertigfutter zu ernähren. Katzen haben jedoch einen fast viermal höheren Proteinbedarf, brauchen mehr als die doppelte Menge an Vitaminen des B-Komplexes, brauchen die Aminosäure Taurin und Vitamin A. Diese grundlegenden Unterschiede in den Nährstoffbedürfnissen von Hund und Katze führen dazu, dass Katzen, die mit Hundefertigfutter ernährt werden, auf die Dauer Mangelschäden entwickeln müssen (z.B. Herzmuskelschwäche, Erblinden, Störung des Immunsystems, Verminderte Fruchtbarkeit).

3. Reine Fleischfütterung
Eine Katze frisst vom Beutetier nicht nur das Muskelfleisch, sondern auch die Knochen. Reine Fleischfütterung daher ist ungesund, denn Fleisch enthält zu wenig Kalzium, so dass ein Kalziummangel auftritt. Das ist vor allem für junge Katzen gefährlich, da es durch den Kalziummangel zu einem fehlerhaften Skelettaufbau mit der Neigung zu Knochenbrüchen kommen kann.
In kommerziell erhältlichem Katzenfutter ist das Kazlium:Phosphor-Verhältnis ideal eingestellt.

4. Zu viel Leber
Viele Katzen fressen sehr gern Leber. Darin ist viel Vitamin A enthalten. Da die Katze Karotin nicht in Vitamin A umwandeln kann, ist zur Deckung des Vitamin A Bedarfs bei Katzen, die mit selbstzubereitetem Futter versorgt werden, die Gabe von 100g Leber einmal wöchentlich zu empfehlen. Wird jedoch einer Katze täglich Leber verfüttert, so kann dies zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen, bei der es zu Störungen des Knochenwachstums und zu Knochenwucherungen kommt. Davon betroffene Katzen zeigen anfänglich Schmerzen und Versteifungen im Halsbereich, mit Fortschreiten der Erkrankung werden dann auch die Extremitäten zunehmend unbeweglich und die Katzen magern ab.

5. Verfütterung von Milch
Milch ist kein Getränk, sondern Nahrung. Allerdings enthält sie viel Milchzucker (Lactose), der von den Verdauungsfermenten der Katze nur unvollständig gespalten werden kann. Daher kann es zu schweren Durchfällen kommen, wenn der Katze Milch verfüttert wird.


Die Fütterung junger Katzen

Junge Katzen brauchen ein hochverdauliches Futter mit einem hohen Prozentsatz an hochwertigem tierischem Eiweiss. Dem Mineral- und Vitamingehalt ist besondere Beachtung zu schenken, da sich falsche Zusammensetzungen in diesem Bereich vor allem bei Jungtieren im Wachstum dramatisch auswirken kann.
Der Energieverbrauch ist während des Wachstums erhöht, daher sollte das Futter auch eine höhere Energiedichte aufweisen und einen kleineren Ballaststoffanteil haben als das Futter für ausgewachsene Katzen.

Wichtig ist, wenn Sie ein kleines Kätzchen übernehmen, sich genau zu erkundigen, mit was es bisher gefüttert wurde. Eine plötzliche Futterumstellung kann nämlich zu Verdauungsstörungen und Durchfällen führen. Füttern Sie das gewohnte Futter noch einige Tage, und stellen Sie dann erst nach und nach auf die von Ihnen bevorzugte Ernährung um.

Um die kleinen Tiere frühzeitig an verschiedene Futtertypen zu gewöhnen, ist es ratsam, so abwechslungsreich wie möglich zu füttern. Katzen akzeptieren häufig später nur, was sie in ihrer Jugend kennen gelernt haben.


Die Fütterung alter Katzen

Eine Katze wir ab 7 – 8 Jahren Senior, ab 10 – 12 Jahren als geriatrisch bezeichnet. Der ältere Organismus ist meist weniger flexibel und reagiert empfindlicher auf Fütterungsfehler und Mangelsituationen. Eine ausgeglichene Ernährung ist daher für die alte Katze ganz besonders wichtig.
Ältere Katzen bewegen sich oft weniger und neigen daher vermehrt zu Übergewicht, das Futter sollte daher eine geringere Energiedichte haben, als Futter für jüngere Katzen.
Mit zunehmendem Alter machen sich zudem vermehrt verschiedene Verschleisserscheinungen bemerkbar. Alte Katzen leiden häufig an Arthritis, Niereninsuffizienz oder Bluthochdruck. Durch regelmässige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt können solche Krankheiten frühzeitig erkannt und durch geeignete Futtermittel günstig beeinflusst werden.


Dosen- oder Trockenfutter: was ist besser?

Beide Futterformen haben Vor- und Nachteile. Dosenfutter enthält einen hohen Anteil an Wasser, so dass die Katze zusätzlich kaum trinken muss, was ihrem ‚normalen’ Verhalten eher entspricht. Allerdings ist Dosenfutter leichter verderblich als Trockenfutter und Katzen, die ausschliesslich mit Dosenfutter ernährt werden neigen eher zu Zahnstein und den dadurch bedingten Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Bei Katzen, die zu Zahnstein neigen, kann es sinnvoll sein, ein spezielles Futter zu verabreichen, dass die Zahnsteinbildung verzögert.

Wird Trockenfutter verabreicht, so ist darauf zu achten, dass die Katze genügend Wasser zu sich nimmt. Die Bildung von Harnsteinen wird hingegen durch das Verfüttern von Trockenfutter nicht generell gefördert, da nicht nur eine niedrige Wasseraufnahme sondern vielmehr die Mineralstoffzusammensetzung der Nahrung für die Neigung zur Harnsteinbildung entscheidend ist. Es gibt verschiedene speziell zusammengesetzte Futter, die helfen, vorhandene Harnsteine aufzulösen oder die Bildung von Harnsteinen vorzubeugen.


Meine Katze frisst zu wenig. Was kann ich tun?

Frisst ihre Katze plötzlich ihr Lieblingsfutter nicht mehr, lassen Sie sie von ihrer Tierärztin oder ihrem Tierarzt untersuchen.
Manche Katzen sind im Bezug auf ihr Futter häufig ausgesprochen wählerisch. Dies kann zu Problemen führen, wenn sie aufgrund einer Krankheit oder besonderer Umstände ein spezielles Futter fressen sollten. Durch Zusatz von Proteinhydrolysaten, Fleischextrakten und/oder langkettigen Fettsäuren (Rinderfett) kann die Akzeptanz eines Futters gesteigert werden. Der Duft gewisser Pflanzen wie Baldrian (Katzenkraut), Thymian und Pfefferminze kann ebenfalls die Schmackhaftigkeit des Futters erhöhen. Auf 37-38°C erwärmtes Futter (Körpertemperatur des Beutetieres) schmeckt der Katze besser als kälteres oder wärmeres. Ausserdem kann durch Zugabe von Knoblauchpulver, Kaffeerahm oder Bouillon die Akzeptanz erhöht werden.
Süssstoffe helfen hingegen nichts, denn die Katze erkennt die Geschmacksrichtung süss nicht.

Um einseitige Futtervorlieben zu vermeiden, kann es günstig sein, junge Kätzchen nach dem Absetzen möglichst abwechslungsreich zu ernähren.


Meine Katze frisst zu viel. Was kann ich tun?

Katzen fressen gern kleine Portionen über den ganzen Tag verteilt. Besser als die Nahrungsmenge einzuschränken, ist es daher, die Energiedichte des Futters zu reduzieren. Dabei soll eine Reduktionsdiät ein Drittel bis die Hälfte der Kalorien enthalten, die im normalgewichtigen Zustand benötigt würden. Es ist darauf zu Achten, dass der Minimalbedarf an Eiweiss nicht unterschritten wird. Es sind verschiedene Spezialfutter zur Gewichtsreduktion im Handel erhältlich.


Meine Katze trinkt kaum. Was kann ich tun?

Wenn ihre Katze mit Dosenfutter ernährt wird, so ist es normal, dass sie kaum trinkt, da sie bereits mit der Nahrung genügend Wasser aufnimmt. Wenn sie allerdings Trockennahrung verfüttern, sollten sie dafür sorgen, dass der Katze frisches Wasser zur Verfügung steht. Eine Katze trinkt nicht gern am gleichen Ort, wo sie frisst. Stellen sie deshalb das Wasser nicht neben den Futternapf.
Finden Sie heraus, wie ihre Katze das Wasser am liebsten trinkt. Hier gibt es grosse individuelle Unterschiede. Gewisse Katzen mögen abgestandenes Wasser, andere trinken lieber fliessendes Wasser. Für solche Katzen kann es sinnvoll sein, ihnen das Wasser in einem speziellen Trinkbrunnen für Katzen anzubieten.


Meine Katze erbricht oft kurz nach der Futteraufnahme. Was kann ich tun?

Katzen erbrechen relativ leicht. Es ist normal, dass Katzen harte, grobfaserige Gräser aufnehmen und diese anschliessend mit dem übrigen Mangeninhalt wieder erbrechen. Sie entledigen sich so von Haaren, die durch das Putzen in den Magen-Darm-Trakt gelangen und verhindern so, dass sich Haarballen im Magen entwickeln.
Wenn ihre Katze allerdings plötzlich häufiger erbricht, lassen Sie sie von ihrer Tierärztin oder ihrem Tierarzt untersuchen. Es gibt Katzen, die unter einem besonders empfindlichen Magen oder an einer Futterallergie leiden und dadurch gewisse Futter nicht vertragen. Ein Wechsel des Futters kann hier Abhilfe schaffen.


Meine Katze frisst Gras. Ist das normal?

Ja. Durch das Putzen gelangen viele Haare in den Magen-Darmtrakt. Diese können sich zu dicken Haarballen entwickeln. Freilebende Katzen verhindern die Bildung solcher Haarballen dadurch, dass sie Gras aufnehmen und anschliessend mit dem übrigen Mageninhalt einschliesslich der Haarballen wieder erbrechen. Katzen, die nur in der Wohnung gehalten werden, sollten immer grobfaserige Pflanzen zur Verfügung haben (Katzengras oder Cyperngras). Wird zu wenig Gras aufgenommen so besteht vor allem bei langhaarigen Katzen die Gefahr, dass sich so grosse Haarballen entwickeln, die die Verdauung behindern und eine operative Entfernung notwendig machen. In solchen Fällen empfiehlt sich die Verfütterung von speziellen Futtersorten, die der Haarballenentwicklung entgegen wirken. 


Ich habe mehrere Katzen mit unterschiedlichen Futterbedürfnissen. Wie kann ich getrennt füttern?

Viele Katzenfutter, welche bei bestimmten Krankheiten angezeigt sind, können ohne Probleme auch an gesunde, erwachsene Katzen verfüttert werden, da sie alle Nährstoffe und Vitamine enthalten, die eine Katze braucht. Fragen Sie im Zweifelsfall den Tierarzt, der Ihnen das Futter verschrieben hat.
Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass Katzen, die im gleichen Haushalt leben, unterschiedlich gefüttert werden müssen. Ist beispielsweise eine Katze übergewichtig und die andere nicht, so kann beiden ein Trockenfutter mit erniedrigtem Energiegehalt zur Verfügung gestellt werden und der normalgewichtigen Katze zusätzlich 2 – 3x am Tag eine Portion nahrhaftes Feuchtfutter gegeben werden. Feuchtfutter wird meistens sofort leergefressen und steht somit der übergewichtigen Katze nicht zur Verfügung.
Wenn die Katzen gechipt sind oder ein Chip-Halsband tolerieren, so bietet sich auch die Möglichkeit von getrennten Futterboxen an, welche durch eine Katzentür mit Chip-Erkennung erreichbar sind. So kann das Futter für eine Katze für die andere Katze unerreichbar aufgestellt werden. Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich solche Boxen sehr einfach selber basteln:

Beispiel einer getrennten Futterbox. (Quelle: Ikea Hackers)

Quelle: Ikea Hackers