Der einfachste Weg zum perfekten Futter: Ernährung von Hunden

Grundlegendes zur Ernährung von Hunden

Der Hund gehört in die zoologische Ordnung der Fleischfresser (Carnivora). Er stammt vom Wolf ab, der seine Beutetiere samt Verdauungstrakt frisst und damit nicht nur Fleisch, sondern auch kohlehydratreiche Nahrung zu sich nimmt. Neben Beutetieren fressen Wölfe je nach Versorgungslage durchaus auch Pflanzen wie Gras, Früchte, Beeren oder Wurzeln. Daher sollte eine ausgewogene Nahrung für Hunde neben den Proteinen auch Kohlehydrate, Fette, Vitamine und Mineralstoffe enthalten.

Eine hochwertige und ausgewogene Ernährung legt bereits im Welpenalter den Baustein für ein harmonisches Wachstum. Sie sorgt für eine langanhaltende Gesundheit und hohe Leistungsbereitschaft. Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Futtermitteln.

Wichtig ist es, eine Nahrung zu wählen, die entsprechend dem Alter, der Rasse und der Leistung die richtige Zusammensetzung aufweist. Die enthaltenen Nährstoffe sollten von hoher Qualität und leicht verdaulich bzw. leicht zu verwerten sein, ohne Verdauungsprobleme hervorzurufen. Das Futter sollte zudem schmackhaft und leicht aufzunehmen sein. Denn die nahrhafteste Kost ist sinnlos, wenn der Hund sich weigert, sie zu fressen! Das Futter muss in einem einwandfreien hygienischen Zustand sein, damit das Risiko von Erkrankungen vermieden wird.


Besonderheiten bei der Ernährung von Hunden

Hunde können sich in gewissen Grenzen an unterschiedliche Futterarten anpassen. Sie sind weniger stark von Nahrung tierischen Ursprungs abhängig als Katzen und haben sich im Laufe der Jahrtausende langen Gemeinschaft mit dem Menschen eher zu einem Allesfresser entwickelt. Eine reine Ernährung mit Fleisch ist für Hunde daher nicht als vollwertig anzusehen.


Eiweissbedarf

Eiweisse (Proteine) sind Grundnährstoffe, die aus 23 unterschiedlichen Aminosäuren aufgebaut sind. Es gibt tierische und pflanzliche Proteine, die sich in der Art, Menge und Zusammensetzung der enthaltenen Aminosäuren unterscheiden. Hunde können 13 Aminosäuren selbst herstellen, 10 Aminosäuren müssen sie vollständig oder zum Teil mit der Nahrung aufnehmen (sogenannte essentielle Aminosäuren). Die biologische Wertigkeit eines Proteins ist abhängig von der Aminosäurenzusammensetzung. Sie ist umso höher, je mehr essentielle Aminosäuren enthalten sind.
In der Literatur werden Bedarfsmengen zwischen 3.8 -  5 g Rohprotein/kg Körpergewicht pro Tag genannt. Zudem wird ein Futter mit hohem Proteingehalt von den Hunden lieber gefressen, als eines mit einem niedrigen Gehalt.


Kohlenhydratbedarf

Kohlenhydrate (beispielsweise Zucker oder Stärke) sind Energielieferanten. In der Natur kommen Kohlenhydrate in größeren Mengen in Getreide und Gemüsen vor. Zucker sind zu 100% verdaulich. Stärke hingegen, welche den grössten Teil der im Gemüse enthaltenen Kohlehydrate ausmacht, muss gekocht werden bevor sie vom Hund verdaut werden kann.
Kohlenhydrate sind wie Fette direkte Energielieferanten und sind somit sogenannte proteinsparende Nährstoffe. Enthält das Futter zu wenig Kohlenhydrate und Fett, so müssen Proteine zur Energiegewinnung in Glukose umgewandelt werden und stehen dann nicht mehr für die Bildung und Erhaltung der Muskelmasse zur Verfügung.


Fettbedarf

Fette liefern Energie und essentielle Fettsäuren und sind wichtig für die Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Sie unterstützen eine gesunde Haut, schönes Fell und helfen, die Gelenksgesundheit zu erhalten. Die Akzeptanz des Futters hängt entscheidend vom Fettgehalt und von der Art des Fettes ab. Etwa 9 – 15% der Kalorien, die ein Hund täglich braucht, sollte er in Form von Fetten aufnehmen. Katzenfutter enthält mehr Fette und Proteine als Hundefutter. Das ist der Grund, warum die meisten Hunde es so sehr lieben (und nicht bekommen sollten, weil sie sonst sehr schnell übergewichtig werden).


Ballaststoffe

Ballaststoffe, auch Rohfasern genannt, sind unverdaulich, aber keinesfalls wertlos. Geringe Mengen im Futter sind erforderlich, sie regen die Darmbewegung (Peristaltik) an und sorgen für eine gute Verdauung.


Energiebedarf

Der Energiebedarf eines Hundes ist abhängig von Alter, Rasse, Geschlecht, Temperament, Aktivität, Umgebung und Stoffwechsel des Tieres. Übergewicht entsteht, wenn ein Hund mehr Energie aufnimmt als er verbraucht.
Der tägliche Energiebedarf eines adulten Hundes liegt bei ca. 35 – 112 kcal/kg Körpergewicht, wobei kleinere Hunde pro kg mehr Energie benötigen als grosse.
Die Angaben der Hersteller zur täglichen Futtermenge sind immer nur als Richtwerte zu verstehen. Die Portionengrösse muss individuell an die Bedürfnisse des Hundes angepasst werden, damit das optimale Körpergewicht gehalten werden kann.


Mineralstoffe

Die Zufuhr von Mineralstoffen im richtigen Verhältnis zueinander ist unerlässlich für viele Stoffwechselvorgänge. Ein Zuviel oder Zuwenig einzelner Mineralstoffe über längere Zeit kann zu erheblichen Gesundheitsstörungen führen. Die Gefahr ist dann besonders groß, wenn einseitig gefüttert wird, da einige Fleischteile oder Organe eine nicht optimale Zusammensetzung von  Mineralstoffen enthalten.
Kalzium ist vor allem für die Knochenbildung, aber auch bei der Blutgerinnung von Bedeutung und für den Transport von Nervenimpulsen unerlässlich.  Phosphor ist an fast allen Funktionen des Stoffwechsels beteiligt.
Für die Bedarfsdeckung mit Kalzium und Phosphor ist nicht nur die Menge, sondern auch das Verhältnis dieser Mineralstoffe zueinander von großer Bedeutung. Das ideale Kalzium:Phosphor-Verhältnis sollte 0.9:1 betragen. Vor allem bei Hunden, die vorwiegend mit selbst zusammengestellten Futterrationen ernährt werden, besteht die Gefahr eines Kalziummangels. Besonders eine ausschliessliche Fleisch- oder Innereinfütterung liefert zu wenig Kalzium bei grossem Phosphorüberschuss und es kann zu Störungen der Knochen- und Zahnbildung kommen.


Vitamine

Vitamine sind lebensnotwendig, da sie Stoffwechselvorgänge steuern und vom Hund nicht selbst gebildet werden können. Doch wie ein Zuwenig kann bei gewissen Vitaminen auch ein Zuviel schädlich wirken.

Vitamin A: Es hält Haut und Schleimhäute gesund, schützt vor Infektionen und ist wichtig für das Wachstum, die Fruchtbarkeit und das Sehvermögen.

Vitamin D: Es ist für den Knochenaufbau und die Gesunderhaltung des Skeletts unentbehrlich. Fehlt es in der Nahrung, kann es beim wachsenden Hund zu Knochenverformungen und beim ausgewachsenen zu einer Knochenschwäche kommen.

Vitamin E: Hat vielerlei schützende Funktionen im Körper und sorgt für Fruchtbarkeit und eine normale Trächtigkeit.

Vitamin K: Notwendig für eine normale Blutgerinnung. Es wird von Mikroorganismen im Darm des Hundes produziert und muss nicht gänzlich über die Nahrung zugeführt werden.

Vitamin B1 (Thiamin): Ein Mangel führt zu Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust, Bewegungsstörungen, Erbrechen und Herzstörungen. Dieses Vitamin wird durch Hitze leicht zerstört, deshalb wird bei qualitativ hochwertigem Fertigfutter dieses Vitamin zugesetzt. Bei selbst hergestelltem Futter sollte dieses Vitamin, beispielsweise mit Nährhefe, zugesetzt werden. Rohe Fische und Schalentiere sollten nicht verfüttert werden, da diese Tiere einen Stoff enthalten, der Thiamin zerstört.  

Vitamin B6: Es ist für den Stoffwechsel der Eiweisse unentbehrlich. Bei einem Mangel kann es zur Bildung von Oxalatsteinen (eine Art von Harnsteinen) im Urin kommen. Eiweißreiche Rationen sowie ein Mangel an essentiellen Fettsäuren steigern im allgemeinen den Vitamin B6-Bedarf. Ein Mangel an Vitamin B6 führt zu Appetitlosigkeit, einem gestörten Wachstum, es kann sogar eine Anämie auftreten.

Biotin: Ein Mangel an Biotin kann zu Hautentzündungen und Haarausfall führen. Ein Mangel kann nur auftreten, wenn über längere Zeit rohes Eiklar verfüttert wird, weil darin eine Substanz vorhanden ist, die das Biotin bindet, so dass es von vom Hund nicht mehr aufgenommen werden kann

Vitamin C: Vitamin C muss mit dem Futter nicht zugeführt werden, da der Hund dieses Vitamin selbst in ausreichender Menge bildet. Lediglich bei Infektionskrankheiten kann eine Zufuhr sinnvoll sein.


Wasser

Ohne Wasser gibt es kein Leben, deshalb ist Wasser die Grundlage aller Ernährung.
Ein Hund ohne Wasser bleibt nur wenige Tage am Leben, hingegen kann er ohne Nahrung erstaunlich lange aushalten. Daher sollte immer eine grosse Schüssel frisches Wasser für ihn bereitstehen.


Artgerechte Hundeernährung

Hunde brauchen eine Nahrung, die Proteine, Fette, Kohlenhydrate, Vitamine, Mineralstoffe und Wasser in der richtigen Menge und dem richtigen Verhältnis zueinander enthält. Die Fütterung eines hoch qualitativen Alleinfutters für das entsprechende Alter und die entsprechende Grösse des Hundes garantiert eine ausgewogene Ernährung.
Ein Hund kann auch mit selbstzubereitetem Futter ernährt werden. Dabei müssen allerdings seine ernährungsphysiologischen Besonderheiten beachtet werden.


Häufige Fehler bei der Fütterung von Hunden

1. Zu hohe Energiezufuhr
Viele Hunde sind anfällig dafür, dick zu werden. Sie haben von ihren Vorfahren, den Wölfen, die Fähigkeit beibehalten, bei reichhaltigem Nahrungsangebot sehr viel, sehr schnell fressen zu können. Da unseren Hunden jedoch Zeiten des Nahrungsmangels fehlen, führt dies dazu, dass Übergewicht heute das weitaus häufigste ernährungsbedingte Problem ist. Übergewicht hat negative Auswirkungen auf Herz- und Kreislauf, Gelenke, Bänder und verschiedene innere Organe, vor allem Leber und Nieren. Es kann Folgekrankheiten wie Diabetes nach sich ziehen und sollte daher vermieden werden. Eine Gewichtsreduktion muss langsam erfolgen. Da Hunde, wenn sie hungrig sind, beim Betteln sehr einfallsreich und penetrant sein können, empfiehlt es sich, nicht die Menge des Futters zu reduzieren, sondern ein Futter mit geringerer Energiedichte zu verfüttern, das trotzdem gut sättigt. Es gibt verschiedene Angebote kommerzieller Futter zur Gewichtsreduktion. Daneben ist darauf zu achten, dass Hunde durch Spaziergänge und Training genügend Bewegung erhalten.

2. Fütterung von Knochen
Knochen sind keine Hundenahrung. Sie enthalten zwar für den Hund wichtige Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphor und kräftigen sein Gebiss. Doch reichen selbst die starken Verdauungssäfte im Hundemagen nicht immer aus, den Knochen vollständig aufzulösen.
Durch Knochen kann es deshalb zu gefährlichen Verstopfungen kommen, Knochensplitter können den Darm oder die Speiseröhre ernsthaft verletzen oder sogar steckenbleiben. Im schlimmsten Fall ist eine Operation die einzige Möglichkeit, den Fremdkörper zu beseitigen. Unbedenklich sind allenfalls die weichen Kalbsknochen, gekochte Hühnerhälse oder frische Knorpel von Knochen.
Es gibt einen gesunden und sicheren "Knochenersatz". Zur Stärkung der Gebissmuskulatur des Hundes bieten sich Büffelhautknochen oder hartgebackene Kauknochen an, auf denen der Hund herumkauen kann, ohne sich Zähne, Maul oder Speiseröhre zu verletzen.

3. Reine Fleischfütterung
Ein Wolf frisst vom Beutetier nicht nur das Muskelfleisch, sondern auch die Innereien, die Knochen und den Verdauungstrakt. Zudem frisst er Gras, Gemüse und Früchte. Reine Fleischfütterung ist daher ungesund, denn Fleisch enthält zu wenig Kalzium, so dass ein Kalziummangel auftritt. Das ist vor allem für junge Hunde  gefährlich, da es durch den Kalziummangel zu einem fehlerhaften Skelettaufbau mit der Neigung zu Knochenbrüchen kommen kann.
In kommerziell erhältlichem Hundefutter ist das Kazlium:Phosphor-Verhältnis ideal eingestellt.

4. Vitamin- und Mineralstoffzugabe zum Fertigfutter
Wenn Ihr Hund mit einem hochqualitativen, ausgewogenen Fertigfutter gefüttert wird, dann sollte er keine zusätzlichen Vitamin- und Mineralstoffzugaben erhalten. Solche Zugaben können zu einer Überversorgung oder einem ungünstigen Verhältnis gewisser Stoffe führen. Zusätze sollten nur verabreicht werden, wenn sie von der behandelnden Tierärztin oder dem Tierarzt verschrieben wurden.

5. Verfütterung von Milch
Milch ist kein Getränk, sondern Nahrung. Allerdings enthält sie viel Milchzucker (Lactose), der von den Verdauungsfermenten des Hundes nur unvollständig gespalten werden kann. Daher kann es zu schweren Durchfällen kommen, wenn dem Hund Milch verfüttert wird.


Die Fütterung junger Hunde

Vor allem grosse Rassen wachsen in der Zeit vom 4. bis 8. Lebensmonat unglaublich schnell. Damit es dabei nicht zu Wachstumsstörungen kommt, ist eine ausgewogene Fütterung ausgesprochen wichtig. Das Futter sollte dabei nicht zur freien Verfügung gegeben werden, im Gegenteil Junghunde sollten eher knapp gefüttert werden. Sowohl eine angemessene Zufuhr an hochverdaulichen Proteinen als auch ein optimales Verhältnis von Mineralstoffen und Vitaminen sind dabei ausgesprochen wichtig. Am einfachsten ist es, wenn sie ihren Hund mit einem kommerziell erhältlichen Welpen-Alleinfutter füttern, welches auf die Grösse der entsprechenden Rasse abgestimmt ist. Dabei ist zu beachten, dass die vom Futterhersteller angegebenen Futtermengen zum Teil an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden müssen. Auf eine zusätzliche Gabe von Mineralstoffen oder Vitaminen muss auf jeden Fall verzichtet werden. Ebenso sollte keinesfalls Fleisch unter das Trockenfutter gemischt werden. Falls ihr Junghund nicht gern nur Trockenfutter frisst, so ist es bei gewissen Futtermittelherstellern möglich, etwas Welpen-Dosenfutter unterzumischen.
Es ist ziemlich anspruchsvoll das Futter für den Junghund selbst zu kochen. Es gilt die richtigen Mineralstoff- und Vitaminverhältnisse zu berechnen. Wenn sie ihren Hund so ernähren möchten, so sollten sie sich unbedingt von erfahrenen Züchtern oder spezialisierten Tierärzten oder Tierärztinnen beraten lassen.


Die Fütterung alter Hunde

Der Zeitpunkt, ab wann ein Hund als alt angesehen oder mit altersbedingten Beschwerden gerechnet werden muss, ist von Hund zu Hund unterschiedlich und kann je nach Rasse sehr stark variieren. Im Mittel treten erste Alterserscheinungen mit 8-10 Jahren auf, bei gewissen grossen Rassen aber auch schon früher.
Bei der Ernährung ist vor allem zu beachten, dass sich alte Hunde meist weniger bewegen und damit der Energiebedarf abnimmt. Wird nun kein kalorienreduziertes Futter gegeben, wird der Hund dick, was gerade bei vielen Altersbeschwerden wie z.B. Gelenksproblemen oder Herz-Kreislauferkranungen äusserst ungünstig ist.
Ein seniorengerechtes Futter soll also energiereduziert sein, gleichzeitig aber einen genügend hohen Anteil an hochverdaulichen Eiweissen aufweisen, damit eine gesunde Muskelmasse aufrechterhalten werden kann. Der Salzgehalt sollte niedrig sein, damit die Nieren und das Herz-Kreislaufsystem nicht unnötig belastet werden.
Bei manifesten Erkrankungen der Nieren oder des Herzens sind nach Absprache mit der behandelnden Tierärztin oder dem Tierarzt Spezialfutter angezeigt.
Wenn der alte Hund Symptome einer beginnenden Gehrinalterung zeigt, wie Desorientierung oder Verhaltensänderungen, so kann ein entsprechendes Spezialfutter dazu beitragen, diesen Prozess zu verlangsamen.
Nicht nur das richtige Futter ist wichtig, sondern auch eine altersgerechte Verabreichung. So ist es beim alten Hund besser, täglich 2-3 kleine Mahlzeiten zu verfüttern. Wenn sie ihrem Hund Trockenfutter geben, so können sie etwas warmes Wasser über das Futter giessen und so die Aufnahme erleichtern und die Akzeptanz verbessern.


Ist das Verfüttern von Tischabfällen ungesund für meinen Hund?

In der Regel ist das gelegentliche, zusätzliche Verfüttern von Essensresten nicht schädlich, vorausgesetzt, die Ration des eigentlichen Hundefutters wird entsprechend reduziert. Die empfohlenen Fütterungsmengen auf den Verpackungen von Fertigfutter basieren immer auf der Annahme, dass nichts anderes beigefüttert wird. Macht man keine Anpassung bei der Futtermenge, werden die zusätzlichen Leckereien unweigerlich dazu führen, dass der Hund dick wird.
Von einem regelmässigen Zufüttern von Tischabfällen raten wir vor allem bei Junghunden und Hunden mit gesundheitlichen Problemen ab, denn hier ist die Hochwertigkeit und Ausgewogenheit der Nahrung besonders wichtig.
Unschädlich ist sicher gelegentliches Verfüttern von Teigwaren-, Reis- und schwach gewürzten Fleischresten.
Scharfe, stark gewürzte Gerichte sollten Sie ihrem Hund nicht verfüttern, da diese zu Verdauungsstörungen und Durchfall führen können. Ebenso ist auf die Verfütterung von Knochen zu verzichten, da diese zu Verstopfungen oder gar zu Verletzungen im Mange-Darm-Trakt führen können.
Grössere Mengen an Zwiebeln oder Knoblauch können bei Hunden zu ernsthaften Vergiftungserscheinungen führen. Ebenso sollte darauf geachtet werden, dass der Hund keine schwarze Schokolade und keine Weintrauben fressen kann, da auch diese Nahrungsmittel für den Hund giftige Substanzen enthalten.


Dosen- oder Trockenfutter: was ist besser?

Die Erfahrung zeigt, dass Trockenfutter eindeutige Vorteile für den Hund hat, sei es für die Verdauung, für die Qualität des Kots oder für die Zahnhygiene. Durch das Beissen reinigt der Hund seine Zähne und vermindert so die Zahnsteinbildung und somit auch Mundgeruch und langfristig Zahnfleischprobleme. Sie können diesen Effekt noch verstärken, indem sie spezielle Produkte für die Zahnreinigung füttern oder unter das Futter mischen.
Zum Teil fressen Hunde, die sich Trockenfutter nicht gewöhnt sind, dieses schlechter als Dosenfutter. Wenn in der gleichen Produktelinie auch ein Feuchtfutter angeboten wird, so kann hier gut auch gemischt werden.


Mein Hund ist zu dick, was soll ich tun?

Es gilt das gleiche Prinzip wie bei uns Menschen: ist der Hund zu dick, so muss einerseits die Kalorienmenge, die zugeführt wird reduziert und andererseits dafür gesorgt werden, dass sich der Hund mehr bewegt.
Um die Kalorienmenge einzuschränken, ist es einfacher ein energiereduziertes Futter zu geben, als die Nahrungsmenge einzuschränken. Der Hund wird so weniger Hunger haben und somit auch weniger betteln. Die Futtermenge soll dabei so eingestellt werden, dass der Hund pro Woche ca. 1% seines Körpergewichtes verliert.
Zu mehr Bewegung kommt ihr Hund natürlich durch längere Spaziergänge. Aber sie können ihn auch zu Hause mit vermehrtem Spielen oder beim Beibringen von kleinen Kunststücken etwas aktivieren. Die dabei verteilten Belohnungen müssen natürlich bei der pro Tag zu verabreichenden Futtermenge berücksichtigt werden!
Am einfachsten ist eine Gewichtsreduktion mit einem speziellen Diätfutter. Halten sie sich an die dort angegebenen Futtermengen und kontrollieren sie regelmässig, ob ihr Hund an Gewicht verliert. Wenn ihr Hund sehr stark Übergewichtig ist, raten wir ihnen, die Gewichtsreduktion unter der Kontrolle ihrer Tierärztin oder ihres Tierarztes durchzuführen.